HU/D: Hoffnung gibt Kraft für gesellschaftliches Engagement

Budapest Deak Ter HU/D: Hoffnung gibt Kraft für gesellschaftliches Engagement

Die lutherische Kirche am Deak Platz in Budapest. CC/GEKE/Vogler

Präses Buß predigt zum Gedenktag des ungarischen Volksaufstandes in Budapest

Am Gedenktag des ungarischen Volksaufstand vor 55 Jahren hat der westfälische Präses Alfred Buß in Budapest den Widerstand gegen die kommunistische Diktatur als Hoffnungszeichen gewürdigt. Der Aufstand, der am 23. Oktober 1956 begann, sei „als ein Silberstreif am Horizont im kollektiven Gedächtnis haften geblieben“, sagte der leitende Theologe der westfälischen Landeskirche am Sonntag (23.10.) im Gottesdienst in einer evangelisch-lutherischen Gemeinde in Budapest.

Die kommunistischen Herrscher hätten für ihr Regime Ewigkeitsdauer beansprucht – „aber merkwürdigerweise war der Raum, den sie den Menschen dabei ließen, arg begrenzt und eingezäunt“, sagte Buß. Genau anders herum sei das christliche Lebensgefühl: Es rechne „mit dem Einbruch Gottes in die Zeit und darum mit dem Ende der Zeit“. Christen hätten eine Hoffnung ohne Grenzen. Gerade weil sie um die Endlichkeit der Welt wüssten, könnten sie mit ganzem Herzen arbeiten für Gerechtigkeit und Frieden – so wie viele in Ungarn 1956. Diese Arbeit sei getragen von der Hoffnung „auf Gottes Welt und seine Gerechtigkeit“, sagte Buß in seiner Predigt über die Zusage Gottes: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“ aus dem Evangelium nach Markus.

Noch bis Dienstag besucht eine achtköpfige Kirchenleitungsdelegation aus Westfalen unter Leitung von Präses Alfred Buß die evangelisch-reformierte und die evangelisch-lutherische Kirche in Ungarn. Die Protestanten haben zusammen rund zwei Millionen Mitglieder. Das entspricht etwa 19 Prozent der ungarischen Bevölkerung. Die westfälische Landeskirche pflegt seit langem partnerschaftliche Kontakte zu den evangelischen Kirchen in Ungarn.

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