D: Drei Gemeinden mehr?

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Braunschweig, Hamburg und Göttingen auf dem Weg in die Landeskirche. CC/NordNordwest

Braunschweig, Hamburg und Göttingen auf dem Weg in die Landeskirche

Die evangelisch-reformierten Kirchengemeinden Braunschweig, Hamburg und Göttingen wollen sich der Evangelisch-reformierten Kirche anschließen. Zwischen den drei Gemeinden, die bislang selbständig sind, und dem Landeskirchenamt in Leer liegen ausgehandelte Kirchenverträge vor, die noch die Zustimmung der zuständigen Gremien benötigen. In Braunschweig und Hamburg finden dazu am 13. November Gemeindeversammlungen statt, in Göttingen wird an diesem Tag eine Urabstimmung unter allen Gemeindegliedern abgeschlossen.

„In unseren Augen bedeutet der Beitritt dieser drei städtischen Gemeinden auch eine Stärkung des reformierten Zweigs des deutschen Protestantismus“, meint Kirchenpräsident Jann Schmidt. Der sich jetzt anbahnende Beitritt geht zurück auf eine fünf Jahre zurückliegende Einladung von Schmidt. Darin bot er Gemeinden und Kirchen des reformierten Spektrums, die keiner evangelischen Landeskirche angehören, Gespräche über einen Beitritt und damit die „volle synodale Gemeinschaft“ an.

Die Gespräche mündeten 2006 mit der Evangelisch-altreformierten Kirche in einem Kooperationsvertrag. Erreichen die Abstimmungen in Braunschweig, Hamburg und Göttingen jetzt jeweils eine Zweidrittelmehrheit, wird die Gesamtsynode der Evangelisch-reformierten Kirche am 18. November über deren Aufnahme in die Landeskirche entscheiden. Ab dem 1. Januar 2012 würde damit die Mitgliederzahl der Evangelisch-reformierten Kirche um rund 8000 Personen auf dann 188.000 steigen.