D: Rosemarie Wenner wird Präsidentin des Bischofsrats der EmK

b2b74f56d9 D: Rosemarie Wenner wird Präsidentin des Bischofsrats der EmK

Bischöfin Rosemarie Wenner. Foto: © 2011, United Methodist News Service (UMNS)

Als erste Frau außerhalb der USA ist die Bischöfin der EmK in Deutschland an die Spitze des Bischofsrats gewählt worden.

Bischöfin Rosemarie Wenner wird Präsidentin des Bischofsrats der internationalen Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK). Mit ihr wurde erstmals eine Frau von außerhalb der USA in dieses Amt gewählt. Die 56-Jährige wird ihr Amt im kommenden Frühjahr antreten. Als Präsidentin leitet sie die Sitzungen des Bischofsrats, dem alle 69 aktiven sowie die pensionierten Bischöfe der weltweiten EmK angehören. Das Gremium tagt zweimal im Jahr und vertritt in dieser Zeit auch die Generalkonferenz, das alle vier Jahre tagende oberste Entscheidungsgremium der EmK. Ihr Vorgänger Bischof Larry M. Goodpaster würdigte Wenner als Frau mit einem hervorragenden Gespür für die Bedürfnisse der weltweiten EmK. »Bischöfin Wenner wird einen weiten Horizont in ihre neue Aufgabe einbringen.«

Bischöfin Wenner bedankte sich nach der Wahl für das überwältigende Vertrauen. Sie sehe ihre Wahl auch als Zeichen dafür, dass die EmK eine wirklich internationale Kirche sei. »Nur wenn wir weltweit zusammenarbeiten, können wir Gottes Auftrag als Kirche auch erfüllen.«

Rosemarie Wenner ist in Eppingen (Baden Württemberg) geboren und wuchs über ihre Eltern in die damalige Evangelische Gemeinschaft hinein. Sie studierte von 1975 bis 1979 am Theologischen Seminar der EmK in Reutlingen (heute Theologische Hochschule Reutlingen) und wurde 1981 in Bad Kreuznach ordiniert. Danach war sie Gemeindepastorin in Hockenheim, Dreieich-Sprendlingen und Darmstadt. Daneben war sie im Bereich der Arbeit mit Kindern als Jungscharsekretärin tätig und machte eine Weiterbildung in Gestaltseelsorge und Pastoralpsychologie. Seit 1996 war sie als Superintendentin für den Frankfurter Distrikt der EmK verantwortlich. 2005 wurde Rosemarie Wenner als erste Frau ins Bischofsamt der EmK außerhalb Amerikas gewählt und 2008 für eine weitere Amtszeit von acht Jahren in dem Amt bestätigt.

Obwohl offiziell nur die Generalkonferenz für die EmK sprechen und Entscheidungen fällen kann, repräsentiert die Präsidentin oder der Präsident des Bischofsrats die Kirche oft nach außen. Zudem gibt der Bischofsrat immer wieder Impulse für die Arbeit der weltweiten Kirche, zum Beispiel mit Botschaften und Handlungsempfehlungen.

Tags: ,