Plenarsaal des Landtags Schleswig-Holstein. CC/Wikimedia/MrPresident347
Der Vorsitzende der Nordelbischen Kirchenleitung, Bischof Gerhard Ulrich, hat am 6. Mai den in den schleswig-holsteinischen Landtag gewählten Frauen und Männern gratuliert. Zugleich erinnerte er an die große Verantwortung, die die Abgeordneten der künftigen Wahlperiode übernehmen müssten.
„Die Spielräume für politische Gestaltung werden angesichts der hohen Staatsverschuldung und der in der Verfassung verankerten Schuldenbremse immer kleiner“, so Ulrich. Umso größer sei die Verantwortung, die das künftige Parlament tragen müsse. „Ich wünsche allen Abgeordneten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben Gottes reichen Segen. Die Nordelbische Kirche – und ab Pfingstsonntag die Nordkirche – wird ein verlässlicher Partner der Landespolitik bleiben und weiterhin ihren Rat anbieten, wo dieser gewünscht ist.“
Gothart Magaard, Bischofsbevollmächtigter und Beauftragter der Nordelbischen Kirche beim Land Schleswig-Holstein, freute sich insbesondere darüber, dass die Menschen in Schleswig-Holstein den Rechtsextremisten erneut eine klare Absage erteilt haben. „Für Rechtsextremismus ist kein Platz in unserem Land! Die Bürgerinnen und Bürger wissen, dass wir uns den Herausforderungen einer multikulturellen und zunehmend sozial gespaltenen Gesellschaft stellen müssen.“ Dies sei nur auf der Grundlage unserer demokratischen Werte möglich, so Magaard, nicht mit rechtsradikalem Gedankengut und Hetzparolen.
Äußerst beunruhigt zeigten sich Ulrich und Magaard angesichts der gesunkenen Wahlbeteiligung. „Es wird künftig mehr denn je darauf ankommen, dass die politischen Entscheidungen nachvollziehbar erklärt und die Bürgerinnen und Bürger stärker eingebunden werden“, so Bischof Ulrich. So würden künftig wieder mehr Menschen erkennen können, wie wichtig ihre Stimme ist.







