D: “Wir müssen mal nach dem/n Rechten sehen” – Demokratie-Initiative wirbt um Mitglieder

Cover des Leitfadens der Initiative “Wir müssen mal nach dem/n Rechten sehen!” der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers.

Die Initiative „Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“ in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers (IKDR) weitet ihr Engagement gegen den Rechtsextremismus aus. Mit der Kampagne „Wir müssen mal nach dem/n Rechten sehen“ wirbt sie um neue Mitglieder. Interessierte erhalten ein „Erste-Hilfe-Set“, das mit Adresslisten, Leitfaden und weiteren Materialien beim Engagement gegen den Rechtsextremismus unterstützt.

„Die im Dezember 2010 gegründete Initiative in der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland bildet bereits jetzt ein enges und effektives Netzwerk mit über 700 Ansprechpersonen“, so Pastor Klaus Burckhardt, Friedensbeauftragter im Haus kirchlicher Dienste. „Rund 150.000 Straftaten durch Rechtsextremisten in den vergangenen 20 Jahren zeigen, wie notwendig dieses Engagement ist.“

Web: Initiative “Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus”
Web: Positionen: “Unser Kreuz hat keinen Haken”

Die IKDR will mit ihrer Arbeit rechtsextreme und menschenfeindliche Haltungen benennen und ihnen konstruktiv entgegen treten. Das tut sie mit Erfolg: So haben sich beispielsweise Kirchengemeinden und Kirchenkreise mit Kooperationspartnern zusammengetan, um gemeinsam Aktionen mit Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden durchzuführen. Vielfach konnten in Kirchengemeinden Beratungen zu rechtsextremen Einstellungen und Aktionsformen durchgeführt werden.

„Auch innerhalb der Kirche gibt es einen Resonanzboden für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“, sagt Jürgen Schnare, Weltanschauungsbeauftragter im Haus kirchlicher Dienste und gemeinsam mit Burckhardt Geschäftsführer der IKDR: „Darum wollen wir ein klares Profil zeigen.“