D: Kirchenregierung plant neue Ausschreibung für Propstamt in Braunschweig

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Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig, www.landeskirche-braunschweig.de

Wahlverfahren abgebrochen

Braunschweig/Wolfenbüttel. Die Kirchenregierung der Landeskirche Braunschweig hat das Verfahren zur Wahl eines Propstes in Braunschweig abgebrochen. Wie deren stellvertretender Vorsitzender, Oberlandeskirchenrat Hans-Peter Vollbach, dem Vorstand der Propstei Braunschweig sowie allen Bewerberinnen und Bewerbern mitgeteilt hat, sind „Verfahrensmängel im bisherigen Verfahren” der Grund dafür. Diese Verfahrensmängel seien „nach Auffassung der Kirchenregierung nicht heilbar”. Außerdem heißt es in dem Schreiben: „Eine erneute Ausschreibung wird zeitnah erfolgen.” Weitere Ausführungen werden in dem Schreiben nicht gemacht.

Zum Zeitpunkt des Abbruchs hatte die Kirchenregierung weder die Propsteisynode Braunschweig aufgefordert, die Wahl durchzuführen, noch hatte sie ihr einen offiziellen Wahlvorschlag mit entsprechenden Kandidaten vorgelegt.

In der öffentlichen Berichterstattung ist darauf hingewiesen worden, dass vor allem Paragraph 17 Absatz 3 der Propsteiordnung zu neuen Diskussionen geführt habe. In dem Absatz heißt es: „Wer bereits in der Propstei tätig ist, soll nicht vorgeschlagen werden.” Dieser Absatz wurde Ende der 70er-Jahre von der Landessynode zusammen mit der Propsteiordnung beschlossen. Beratungen in den vergangenen Jahrzehnten haben zu keinen Änderungen in der Substanz geführt.

Die Kirchenregierung trifft sich am 10. Mai zu ihrer nächsten turnusmäßigen Sitzung. Dabei wird sie auch über die Folgen des Abbruchs weiter beraten. Das nächste erreichbare Amtsblatt zur erneuten Ausschreibung der Propststelle erscheint im Juli. Der ursprüngliche für die Wahl vorgesehene Termin am 30. Mai kann vor diesem Hintergrund nicht eingehalten werden.

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