
Blick ins Atrium der neuen gemeinsamen Diensstelle. Bild: Architektenbüro KSP Jürgen Engel
Fusion der kirchlichen Werke kommt einen großen Schritt voran
Es hat Jahre gedauert, aber nun ist es geschafft: Am Donnerstag haben die Mitgliederversammlung des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) und die Diakonische Konferenz des Diakonischen Werks der EKD die gemeinsame Satzung für das „Evangelische Werk für Entwicklung und Diakonie“ beschlossen, zu dem beide Organisationen 2012 fusionieren wollen. Damit ist die letzte entscheidende Hürde auf dem Weg zu dem neuen evangelischen Dachverband, dem auch die Hilfswerke „Brot für die Welt“ und „Diakonie Katastrophenhilfe“ angehören werden, aus dem Weg geräumt.
„Ich gehe davon aus, dass wir durch die Fusion unsere politische Wirksamkeit weiter verbessern“, sagte Diakoniepräsident Johannes Stockmeier. Mit über 600 Mitarbeitern, die im kommenden Jahr aus Stuttgart und Bonn nach Berlin ziehen werden, werde das neue Werk in „deutlich verstärkten Maß“ wahrgenommen werden. Der Aufsichtsratsvorsitzende des Evangelischen Entwicklungsdienstes, der Berliner Bischof Markus Dröge, erklärte, die Fusion schließe den 1998 gestarteten Reformprozess des kirchlichen Entwicklungsdienstes ab. „Mit der Zusammenführung des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) mit „Brot für die Welt“ haben wir den Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), alle kirchlichen Entwicklungsdienste zu bündeln, erfüllt“, sagte Dröge. „Mit dem neuen Dach, dem Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung, intensivieren wir zudem die Zusammenarbeit von internationaler und nationaler Sozialarbeit und dem Kampf gegen Armut und Ausgrenzung.“ Internationale Partnerorganisationen des EED und von „Brot für die Welt“ müssten künftig nur noch eine Abrechnung schreiben, doppelte Berichterstattung, Abrechnung und Wirtschaftsprüfung würden entfallen. Durch einen verkleinerten Vorstand, eine Reduzierung der Gremien und durch eine gemeinsame IT-Abteilung und Verwaltung würden sich weitere Einsparungen ergeben.
Benjamin Lassiwe ist freier Journalist in Berlin. Er bloggt auf www.kollekte.info.







