
Die Betreuung von Opfern und Einsatzkräften bei traumatisierenden Alltags- ereignissen, bei Katastrophen und in Notlagen stellt eine gemeinsame Aufgabe der kirchlichen Organisationen und des Bevölkerungsschutzes dar.
Dieser geteilten Verantwortung wollen die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, die Justiz, Gemeinde- und Kirchendirektion und das Amt für Bevölkerungsschutz, Sport und Militär auch in Zukunft gerecht werden. In einer neuen Leistungsvereinbarung regeln sie die gemeinsame Trägerschaft und Finanzierung des Care Teams Kanton Bern.Das Care Team Kanton Bern stellt die notfallseelsorgerische und notfallpsychologische Unterstützung von Einsatzkräften und Betroffenen bei der Bewältigung traumatisierender Alltagsereignisse sowie bei Katastrophen und Notlagen sicher. Nach dem Canyoning- Unglück im Saxetbach 1999 als „Psychologische Erste Hilfe PEH“ gegründet, ist das Care Team Kanton Bern heute eine gut funktionierende und von allen Partnern geschätzte Organisation, die optimal in die Blaulichtorganisationen und deren Aufgaben integriert ist. Der Kanton Bern und die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn finanzieren das Care Team seit seiner Gründung gemeinsam, weil dessen unabdingbaren Dienstleistungen eine geteilte Aufgabe kirchlicher Organisationen und des Bevölkerungsschutzes darstellen.
Die überarbeitete Leistungsvereinbarung bekräftigt die gemeinsame Trägerschaft des Care Teams Kanton Bern und legt dessen Finanzierung neu fest. Das Amt für Bevölkerungsschutz, Sport und Militär und die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn als Vertragspartnerin seitens der Interkonfessionellen Konferenz (Landeskirchen und jüdische Gemeinden), beteiligen sich zukünftig zu gleichen Teilen an den Personalkosten der Leitung des Care Teams. Organisatorisch bleibt dieses weiterhin im Amt für Bevölkerungsschutz, Sport und Militär angesiedelt. Neu kommen die Miliz-Einsatzleitenden des Care Teams, deren Aufgaben neu definiert wurden, in den Genuss einer Funktionszulage der Justiz-, Gemeinden- und Kirchendirektion. Die rund 180 Milizangehörigen des Care Teams erfüllen ihre Aufgaben auch in Zukunft im Rahmen freiwilliger Zivilschutzdienstleistungen.







